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Die Prinzessin und der HorstDer Roman zum Viertel!Hurra, Ottensen ist verewigt: Tine Wittler hat dem Stadtteil mit ihrem Romandebüt "Die Prinzessin und der Horst" ein Denkmal gesetzt! Erschienen im Juni in der Verlagsgruppe Lübbe, ist der Roman im Oktober 2002 bereits in die dritte (!) Auflage gegangen. Was das heißt, ist klar: Auch in München, Berlin, Frankfurt und Köln hängen die Leser mittlerweile mit den beiden Protagonistinnen Mona und Eske in Familieneck, Aurel oder Blauem Haus ab. Denn die Geschichte spielt sämtlichst an Originalschauplätzen: Im Lessingtunnel, an der Strandperle und im ehemaligen "Landunter" (Gott hab es selig) an der Elbe, auf dem Kiez, sogar im AK Altona. Und eben in sämtlichen Bars und Kneipen des Viertels. Hier hält insbesondere Mona (26 Jahre alt, Talkshowredakteurin und Ottenserin aus Leidenschaft) sich am liebsten auf. Erst recht natürlich, als sie auf den so genannten "Horst" trifft, denn der gemeine Horst kann ganz schön frustrierend sein. Und deshalb wird Mona ihn (nicht nur) mit Alkohol bekämpfen...
Was einen so entzückenden Zeitgenossen wie den gemeinen Horst sonst
noch ausmacht, versteht natürlich am besten, wer das Buch selber
liest. Oder auf Bisher hat der Roman von A wie Abendblatt, Allegra und Amica über M wie Morgenpost bis zu P wie Prinz und Piste etwa 40 Besprechungen erhalten. Tenor allerorten: "Schonungslos ehrlich und zum Brüllen komisch" Ottenser Schnauze eben. Oder: Scheißendreck, wie Mona sagen würde. Übrigens: Im "Eck" sind mittlerweile die ersten Buch-Touristen aufgetaucht zum Original-Schauplatz-Fan-Besuch und lustigen Charaktere-Raten. Die Stammgäste viele von ihnen tatsächlich die "Vorlagen" für Tine Wittlers Romancharaktere stört das zum Glück nicht weiter. Am Ende sitzen schließlich alle in einem Boot, denn letztendlich bleibt auch den (noch) fremden Gästen nur eines: mittrinken und abwarten, wer von ihnen im nächsten Roman verwurstet wird. Fräulein Wittler ist nämlich weiterhin fleißig, wenn sie nicht gerade selbst ihre vorlaute Nase in die stickige Eck-Luft steckt: "Horst Go Home" erscheint im Sommer 2003. Was der Horst selbst zu diesem ganzen Theater sagt, das ist bis heute leider unklar. Fest steht nur: Irgendwo in Ottensen sitzt er. Und beäugt das horstige Treiben wahrscheinlich misstrauisch. Zu Recht. Aber wo gehorstet wird, da fallen nun mal Späne. So ist das!
"Weil's mir ein bisschen zu blöd war,
selbst über mich zu schreiben, habe ich eine Freundin gebeten, ihren Senf dazu zu geben." Tine Wittler 9. Oktober 2002 |
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